Schlafe
Meine Angst nimmt ständig zu ... ich versuche die Tatsachen zur Realität werden
zu lassen , aber jede Nacht träume ich erneut von vergangenen Freuden ... die
grelle Sonne beleuchtet die weißen Vorhänge von außen ... ich starre in die
Leere und weiß mir nicht zu helfen ... Bei jedem erneuten Atemzug überkommt
mich ein Schauer , und die Tränen fließen abermals ... Vergebens warte ich auf
ein Zeichen , ein Zeichen als Beweis dass alles nur ein böser Traum war und ich
jeden Moment aufwache und die Welt in Ordnung ist ... aber ich warte wie jeden
Tag vergebens ...
Das Licht der Sonne taucht mein Zimmer in ein blutiges Rot . Ich stehe auf und
gehe langsam auf das Fenster zu ... ein sanfter Wind umspielt die Gardinen ,
und die Kerze , die schon beinahe heruntergebrannt ist , erlischt . Ich zünde
eine neue Kerze an , eine Rote , wie jeden Abend , wenn die Sonne untergeht .
Es ist für mich ein Ritual , ich wiederhole es seit dem Tag ... seitdem das
schreckliche Schicksal mein Leben getroffen und es aus der Bahn geworfen hat
... Er liebte Kerzen ... die leisen Tränen rinnen meine Wangen hinab und ich
versuche nichtmal sie zurückzuhalten ...
Er sagte immer , Tränen seien das kostbarste Geschenk dass man erhalten kann ,
und sollte man sie eines Tages verlieren , verliert man mehr als nur die
salzige Flüssigkeit , die die innere Trauer wiederspiegelt .. man verliert das
Gefühl der Trauer , der Liebe , und man verbirgt sich hinter einem Spiegel ,
der nur das preisgibt was an der Oberfläche schimmert , und nicht das was tief
im Herzen eines jeden verborgen ist ...
Ich lasse meiner Trauer freien Lauf , es würde nichts bringen sie aufzuhalten ,
sie breitet sich in meinem Körper aus und lässt mein Herz so sehr schmerzen
dass ich laut schluchzend auf den Boden falle und mir wünsche nie wider
aufstehen zu müssen , nie wieder der Realität ins Auge blicken zu müssen um zu
erkennen , dass das was war niemals wieder zurückkehren würde ... dass es auf
immmerdar fort war und nichts und niemand ihn zurückbringen könnte ...
Ich schließe die Fenster und ziehe die Vorhänge zurück , um nach draußen
blicken zu können .... nach draußen , in die kalte und graue Welt , die ohne
ihn herrscht ... nichts in dieser Welt scheint einen Sinn zu ergeben oder mir
meine Trauer nehmen zu können ... Die Sonne war schon beinahe untergegangen ,
sie war nur noch ein blutig roter Schimmer am Rande des Horizonts ...
Ich drehe mich um , und lösche die Flamme der Kerze . noch lange stehe ich da
und starre sie an , während Erinnerungen durch meinen Körper fließen und mich
beinahe erdrücken ... alles was ich kenne , alles was ich jeden Tag sehen muss
, dass lässt diese Erinnerungen hervorscheinen und lässt mich erneut ertrinken
in Wellen aus Schmerz und Einsamkeit ...
Leise weinend lösche ich die kleine Lampe auf meinem Nachttisch und lege mich
zum Schlafen ... zu einem unruhigen , schmerzvollen und traumverzerrten Schlaf
...
..::Und ich wandere auf einsamen Straßen
Wo die verlorenen Erinnerungen mich erdrücken
Wo meine Seele sich nach Erlösung sehnt
Und die Liebe nimmt letztendlich alles~ ...
Schlafe... (Geschichte: Schlafe/Erwache) Verfasst: Samstag, den 06. September 2008 20:50
Selbsthass ... ...oder Gerechtigkeit? (Gedanken und Gefühle) Verfasst: Samstag, den 06. September 2008 17:21
Es ist ein schweres Los, das Erwachsen-werden .. und diese Phase dauert länger an als es vielen lieb ist. Gefühle spielen verrückt, Ansichten ändern sich am laufenden Band, und man weiß manchmal nicht wo einem der Kopf steht. was will ich damit sagen? Das Leben führt einen manchmal auf Wege, die man zwar nicht beschreiten möchte, aber muss. Man muss gewissen Erfahrungen durchleben, um das Leben zu verstehen. Eine davon ist die Liebe. Niemand kann genau beschreiben, was es heißt, zu lieben. So schnell wie sie manchmal kommt, so schnell kann sie auch wieder verschwinden. Doch nie, ohne etwas zurückzulassen ...Menschen, die einem nahestanden, hinterlassen eine Spur, die niemals vergeht. Doch manchmal muss man auch Menschen verlassen, die man liebt, um sich selbst glücklich zu machen... auch wenn für andere dabei eine Welt untergeht. Manchmal ist es besser, auf eigenen Füßen zu stehen, und niemanden zu haben, der einem bei jeder Gelegenheit aufhilft, wenn man stürzt. manchmal jedoch braucht man gerade einen solchen Menschen. Und manchmal .. weiß man einfch nicht, wie es weitergehen soll...




